13. August

Da wir Biopsie nur machen können, wenn keine Touristenboote in der Nähe sind (da wir ein „OH MEIN GOTT, die schießen auf Delphine!!!“ vermeiden wollen), müssen wir dafür sehr zeitig aufstehen, um möglichst vor allen anderen Booten da und auch wieder weg zu sein. Also klingelte um 5:15 mein Wecker, was nun wirklich nicht meine Zeit ist. Ein Blick aus dem Fenster verriet, dass es nicht nur noch dunkel war, sondern auch, dass es regnete – nicht unbedingt die besten Voraussetzungen für eine Biopsie-Ausfahrt. Wir mussten allerdings noch bis 5:50 warten – ich hatte gerade mein erstes Toast im Toaster – bis wir von Imogen die SMS bekamen, dass die Ausfahrt ausfallen würde. Wir sind dann alle gleich noch mal ins Bett gekrochen und haben nochmal bis zum offiziellen Arbeitsbeginn um 9:00 geschlafen.

Obwohl sich um 9:00 das Wetter etwas gebessert hatte, wussten wir nicht so recht, was wir mit dem Tag anfangen wollten. Letztendlich entschieden wir uns für „Touristen-Befragung in Le Morne“, immerhin war ja Freitag, Interview-Tag. Also wurden wir von Imogen nach Le Morne gefahren, am Strand abgesetzt mit der Aufgabe so viele ausgefüllte Fragebögen wie möglich zu sammeln, bis sie uns um 14:30 wieder abholen würde. Diese Aufgabe stellte sich noch als schwieriger zu erfüllen als befürchtet an, doch dazu gleich mehr. Ich möchte noch kurz über Le Morne berichten. Le Morne befindet sich – wie man hier sehen kann – an der Südwestspitze von Mauritius und ist durch einen sehr markanten Berg geprägt. Der Ort ist von trauriger geschichtlicher Bedeutung, da hier im 19. Jahrhundert sich viele Sklaven in den Tod stürzten. Heute ist es ein Urlaubsort, der weniger touristisch als z.B. Flic en Flac ist und vor allem bei Wassersportlern sehr beliebt ist. Und genau das war eigentlich auch unser Problem. Denn es hatte zwar aufgehört zu regnen, aber von „super“ war das Wetter weit entfernt. Es war nach wie vor wechselhaft und vor allem eins, sehr sehr windig. Das lockte zwar sehr viele Kite-Surfer an den Strand, dafür aber keine Touristen. Wir befragten also die wenigen Touristen, die sich doch raus trauten, bekamen aber leider viele Ablehnungen. Deshalb vertrieben wir uns die Zeit damit, die Kite-Surfer und die RIESIGEN Wellen zu beobachten und ich bin von beidem schwer beeindruckt. Kite-Surfen ist unglaublich kompliziert, denn nicht nur muss man wie beim normalen Surfen mit den Wellen klar kommen, auch das lenken des Schirms ist sehr schwierig und erfordert jahrelanges Training. Und ich habe unglaublich Lust bekommen, jetzt selber surfen (aber das normale) zu lernen.

Gegen Mittag haben wir uns dann Ananas gegönnt und sind vom Surf-Strand in Richtung „Öffentlicher Strand“ aufgebrochen um dort unser Glück zu versuchen. Da aber gerade Flut war konnten wir leider nicht den Strand-Weg wählen sondern mussten die Straße nutzen. Am öffentlichen Strand dann aber die Ernüchterung: hier war bis auf ein paar Einheimische auch nicht mehr los. Aber irgendwie haben wir dann die Zeit mit Fotografieren, Unterhalten, Eis essen etc. doch rumbekommen, bis uns Imogen wieder eingesammelt hat.

Auf dem Rückweg haben wir noch bei zwei Banyan-Bäumen gehalten, die einfach nur absolut gigantisch und beeindruckend und eigentlich gar nicht wirklich mit Worten zu beschreiben sind. Wikipedia hat mir aber verraten, dass sie im Hinduismus heilig sind.

Den Rest des Nachmittags haben wir dann mit der Dateneingabe unserer wenigen ausgefüllten Fragebögen und mit Bildern sortieren verbracht und abends gab es dann noch lecker Pizza.

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1 Kommentar

  1. Tanja said,

    August 31, 2010 um 8:47 am

    Auf Rügen haben wir auch Kite-Surfer gesehen, da war wahrscheinlich gerade ein Wettbewerb, es waren total viele Kites unterwegs. Das ist schon ganz schön beeindruckend, was die da machen…
    Das Blau von Himmel und Meer in deinen Bildern ist ech schön, das leuchtet ja richtig


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